Das beste an diesem Morgen war das Frühstück. Breakfast
until 9.30. Sharp! Die Botschaft auf dem Schild, diskret in Augenhöhe
am Kleiderschrank angebracht, wird von uns instinktiv richtig verstanden. Da
sitzen wir dann vollzählig zusammen. Es klappern Bestecke, aus der nahen
Kgche schnauft die Kaffeemaschine und draußen trommelt der Regen an
die Fenster als fordere er Einlaß. Dieser Tag weiß sich zu
präsentieren, fgrwahr.
Doch auch bei aller Phantasie läßt sich ein Frghstück
nicht ewig ausdehen. 9.30. Sharp! Wir haben ein Einsehen mit der
Wirtin. Dem Regen hingegen ist jeder Rgckzugsgedanken fremd. Wieder
liegen wir auf unseren Betten, schauen uns die Decke an und wissen nicht
weiter. Irgendwann dann wird es Olli zuviel und er will aufbrechen. Einer von
uns ist davon nicht begeistert; denkt an eine Fußamputation. Aber die
Stadt findet uns dann doch wieder. Diesmal kein Bummel durch die Gassen.
Dieser Landregen mit seinem unentschlossenen Vor-sich-hin-tröpfeln hat
einen langen Atem. Bald sitzen wir wieder irgendwo, vermutlich in einem Pub.
Das Tagebuch schweigt sich gber diese beiden letzten Tage dieses Urlaubs aus.
Ich weiß aber noch, daß Olli und ich nochmal zurgck zum B&B wollen, ohne noch genau zu wissen warum. Einer von uns dreien bleibt zurgck. Das mit den Füßen scheint doch nicht so spaßig zu sein wie anfangs gedacht.
Die Erinnerung zeigt eine Hafenmauer mit Blick die Galway Bay und einen
fernen, unwirklichen Horizont, das Licht und die Farben des Tages wie
verwaschen durch den Regen. Irgendwann entschließe ich mich, die Kamera
zu holen, und Olli bittet mich, ihm seine mitzubringen. Diese Szenerie ist so
be...zaubernd, das muß man einfach festhalten.
Schließlich machen wir uns in der nahen Unterkunft frisch und kehren
zurück in die Stadt, treffen unseren gepeinigten Kameraden und klagen im
Pub dem Harp unser Leid. Weiter...
Eine Rucksacktour an Irlands Westküste