Eine Rucksacktour an Irlands Westküste

Donnerstag, 5.Juni: Cliffs of Moher



© 1998 - 2002 Friedhelm Stille

Steinbrüstung am Besucherzentrum Den ersten Menschen dieses neuen Tages treffe ich draußen vor dem B&B. Seven fifteen antwortet er mir nach einem Blick auf seine Uhr. Ich schlendere hinaus zum Kai. Der Himmel ist bedeckt. Es ist still an diesem Morgen hier in Doolin. Nach dem Frühstück treffen wir uns dann und fahren mit dem Bus bis zum Besucherzentrum draußen an den Klippen.

Klippen Heute nun geht es die Klippen entlang bis zu ihrem Südende bei Hags Head. Man sieht die kleine Turmruine schon vom Besucherzentrum aus. Auf dem Weg dorthin gibt es keine großen Steigungen, es ist sehr flach. Zunehmend verliert der weiche, grasbewachsene Boden, bis schließlich nur noch Fels, Stein und Geröll übrig sind. Wenige nur, die bis hierher wollen. Am O'Briens Tower, da tummeln sie sich, die Menschen.

Klippen bei Hag's Head Wir brauchen etwa neunzig Minuten für den Weg. Die etwa drei Kilometer entfernte Ortschaft, die von hier aus zu sehen ist, heißt Lahinch. Am Hags Head angekommen, kann man bei entsprechender Vorsicht ein gutes Stück tiefer steigen. Von hier zurück zum Besucherzentrum gehen wir den gleichen Weg, den wir gekommen sind. Es ist auch möglich, ein kurzes Stück querfeldein bis zur Straße zu gehen, und von dort nach Lahinch, wo der Bus hält, aber man spart weder Zeit noch ist es besonders reizvoll. Gegen sechzehn Uhr sind wir wieder an unserem Ausgangspunkt.

Steinmauer am Besucherzentrum Allmählich spüren wir doch die Anstrengungen der letzten Tage. Trotzdem, Olli und ich wollen dann doch noch einmal in die Klippen. Etwas nördlich, dort, wo wir gestern nachmittag her kamen, da gibt es einen schmalen Pfad die Klippen runter. Aus der Entfernung sieht das sehr verlockend aus. Dann sind wir an der Stelle, und ein kleiner Trampelpfad führt abwärts. Rasch wird er sehr steil und eng, nicht mal einen halben Meter breit. Ein Felsbrocken gibt uns Halt. Wir tasten uns vorsichtig an ihm herum den Pfad weiter entlang, machen dann aber Halt. Etwas weiter sehen wir Bergziegen. Tatsächlich zieht sich der Weg serpentinenhaft bis hinunter auf Meereshöhe. Aber auch von hier sehen wir schon zu den Klippen rauf statt nur von ihnen runter. Die Perspektive ist beeindruckend. Aber wir machen uns dann doch wieder auf und zurück zu Ekkehard, den wir am Besucherzentrum zurück ließen.

Als wir kurz nach sieben dann den Bus zurück nach Doolin nehmen, bleibt nicht uns nicht viel Zeit. Im Doolin Cafe möchten wir unsere Reservierung nicht verlieren, und für acht haben wir uns dort angekündigt. Wie schon gesagt, ein Besuch ist wirklich zu empfehlen. Der kleine Raum bietet einigen wenigen Tischen Platz und hat eine eigene Atmosphäre. Das Essen dürfte auch Feinschmeckern genügen.
Nachts ist es draußen besonders finster. Das gilt für Irlands Straßen allemal, wo es selten Beleuchtung gibt. Ist dann Neumond, oder Stratus macht den Himmel zu, so ist es wirklich zappenduster. Die paar hundert Meter ziehen sich hin. Es ist zwölf, als für uns der Tag zu Ende geht. Die Fußarbeit der letzten drei Tage zeigt erste Wirkung. Kaum im Bett, zieht der Schlaf hinauf. Weiter...